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Frauen*Volksbegehren 2.0

Warum ist es denn so wichtig, das Recht auf eine Stimme zu nützen?
Warum ist es denn so wichtig, Volksbegehren zu unterzeichnen?

Wir leben in einer Zeit, in der in vielen Ländern der Welt bereits eine Entwicklung stattfindet, bei der wir getrost von einer Rückentwicklung der Gleichberechtigung reden können. Es ist durchaus sinnvoll, einer solchen entgegenzuwirken und zu zeigen, dass eine moderne Welt im Jahr 2018 für die Gleichberechtigung und Chancengleichheit aller Menschen steht.

Der Rechtsruck droht die Gleichstellung um Jahrzehnte zurückzuwerfen. Mehr denn je gilt es jetzt, gemeinsam die feministischen Errungenschaften unserer Vorgänger*innen zu verteidigen und gleiche Rechte für zukünftige Generationen voranzutreiben – dafür brauchen wir vereinte Kräfte. Darum erhebe auch ich meine Stimme für die Forderungen des Frauen*volksbegehren!
– Tina Wirnsberger

Immer wieder kam mir in letzter Zeit zu Ohren, dass ein Frauen*Volksbegehren für Ungleichheit anstatt für Gleichheit sorgt, dem ist allerdings nicht so. Zudem geht es bei dem Frauen*Volksbegehren nicht nur um ein Geschlecht, es geht um alle Menschen und die gleichen Chancen für jede Person.

KINDER

Deswegen fordert das Frauen*Volksbegehren auch einen Rechtsanspruch auf kostenlose, qualitativ hochwertige Betreuung für jedes Kind sowie auch eine Vereinbarkeit der Betreuungseinrichtungen mit einer Vollzeitberufstätigkeit der Eltern. Denn noch immer gibt es in Österreich für Sieben von Zehn Kindern keinen Betreuungsplatz, der mit einer Vollarbeit der Eltern zu vereinbaren ist.

Als ich vor 40 Jahren durchsetzen konnte, dass Frauen zur Skiführerprüfung antreten dürfen, war ich mir sicher, dass meine Kinder in einer gleichberechtigten Welt aufwachsen würden. Es hat sich viel getan inzwischen. Leider nicht genug und noch schlimmer: wir sehen in vielen Bereichen rückläufige Tendenzen. Deshalb ist das Frauen*Volksbegehren so wichtig!
– Nicola Werdenigg

Zudem ist für Frauen in Österreich der Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen Erwachsenen der Hauptgrund für die Teilzeitbeschäftigung. Bei bei den 25- bis 49-jährigen mit einem Kind unter 15 Jahren ist es sogar für 80,3% der Grund, warum sie in eine Teilzeitbeschäftigung gehen, da sie nicht die Möglichkeiten haben, sich sonst um die Pflegebedürftigen zu kümmern, oder womöglich das Geld für eine Vollzeitpflegehilfe aufbringen können.

„Ich unterstütze das Frauenvolksbegehren, weil ich möchte, dass Kinder das beste Leben haben, das man sich nur vorstellen kann. Dazu müssen Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen beseitigt und die Armut bekämpft werden.“
– Christina Stürmer

Deswegen ist es wichtig, dass alle Kinder, unabhängig vom Wohnort und Erwerbsstatus der Eltern die gleichen Chancen auf eine hochwertige Betreuung haben. Dafür steht das Frauen*Volksbegehren 2.0!

WERBUNG & MARKETING

Es wäre doch ein zu großer Widerspruch, wenn genau diese Forderung hier nicht aufgeführt wird. Werbung sexualisiert: Noch immer werden Frauen in Werbungen leicht Bekleidet und mit geöffneten Mündern dargestellt. Eben jene Darstellungen wurden auch in unserem Twisted Gender Role Kalender aufgezeigt, in welchem wir auf die Darstellungen aufmerksam machen und diese den Betrachter*Innen auch in Bewusstsein rufen wollten. Nicht zuletzt erregte er deswegen auf Aufsehen in diversen konservativen Kreisen. Im „Wir Grazer“, der Stadtzeitung der Grazer FPÖ, wurde sich sogar darüber brüskiert, wie das echte Männerbild auszusehen hätte (muskulös, sportlich…) und das alles andere ein falsches Männerbild wäre.

Gleichberechtigung kann zu einer Überlebensfrage für den Planeten werden: Wenn es uns nicht gelingt, rechtzeitig möglichst viele Frauen an die Schaltstellen der Macht zu bringen, werden uns narzisstische Männer in die Katastrophen des 21. Jahrhunderts stürzen, so wie sie das in allen vergangenen Jahrhunderten getan haben.
– Josef Hader

Deswegen Frauen*Volksbegehren 2.0! Es fordertet eine Regulierung von Werbungen, Marketingstrategien und kommerziellen Medieninhalten, die Menschen in abwertender, stereotyper und/oder sexistischerer Weise darstellen. Durch den Kalender – der viel positiven Zuspruch erhielt und aufgrund des Erfolgs und der Nachfrage, ein weitere demnächst veröffentlich wird – wurde auch uns aufgezeigt, wie sehr man nicht nur als Frau, sondern auch als Mann dem männlichen Stereotyp entsprechen muss.

Nacktheit an sich ist nichts Sexistisches. Vielmehr ist es die Darstellung von Körper und Posen den Personen in Werbungen, die mit dem eigentlichen Produkt nichts mehr zu tun haben.

Das sind nur ein paar wenige von vielen Forderungen, die das Frauen*Volksbegehren stellt.
Mehr findet ihr auf der Homepage des Frauen*Volksbegehren. Acuh findet ihr dort weitere Argumente der Unterstützer*innen.

Wie kann ich unterschreiben?

Vom 01. bis 08. Oktober hat man die Möglichkeiten, entweder über Bürger*innenkarte bzw. Handysignatur oder auch dirket vor Ort an einer Gemeindebehörde (z.B. Gemeindeamt, Bezirksamt) deiner Wahl in Österreich, ganz unabhängig von deinem Hauptwohnsitz, zu unterzeichnen.

Öffnungszeiten und eine Liste alles Eintragungslokale findet ihr hier: https://frauenvolksbegehren.at/wo-unterschreiben/

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